Urlaub

Ihr Lieben, der Blog geht in die alljährliche Sommerpause, d. h. die nächsten zwei Montage wird es kein neues Rezept geben. Aber, danach bin ich mit neuen kreativen Ideen wieder für euch da.

Eure

Haferhexe

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Super saftiger Schokokuchen

Es ist die Zeit des Jahres, in der ich euch gern super leckere Fruchtrezepte präsentieren wollen würde. Aber ich bitte vielmals um Verzeihung😉, denn bei diesem Wetter habe ich einfach Lust auf deftige Sachen – wie einem herrlich saftigen, kompakten Schokokuchen.

Gesagt, getan! Dieser mega-super-duper-tolle Schokokuchen ist wahrlich nichts für den Sommer. Es sei denn, wir haben August 2016, der sich als Okotber 2016 verkleidet hat. Da hilft wirklich nur Schokolade – und so ein leckerer Kuchen ist nunmal Schokolade in ihrer schönsten Form. Mit diesem Kuchen überzeugt ihr bei der nächsten Familienfeier garantiert – einer der besten Schokokuchen, die ich je gegessen habe. Probiert es aus.

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Ihr benötigt

  • 250 g (Zartbitter-)Schokolade
  • 250 g Butter
  • 325 g Mehl
  • 50 g Kakaopulver
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 300 g Zucker
  • 4 Eier
  • 40 ml Öl
  • 125 ml Buttermilch

Für die Schokoladencreme

  • 200 g Sahne
  • 250 g (Zartbitter-)Schokolade
  • 1 EL Butter

Los geht’s

Als allererstes schmelzt ihr die Butter zusammen mit den 250 Gramm Schokolade über einem Wasserbad. Sind Schokolade und Butter geschmolzen, stellt sie beiseite.

Heizt den Ofen auf 160 Grad (Ober-/Unterhitze) vor. Mischt in einer Schüssel das Mehl, den Zucker, das Backpulver und eine Prise Salz. In einer weitere Schüssel gebt ihr die Eier, das Öl und die Buttermilch. Diese verquirlt ihr gut miteinander und gebt dann nach und nach die Mehlmischung dazu sowie die bereits abgekühlte Schokolade. Wenn alles miteinander vermischt ist, legt eine Springform (26 Zentimeter) mit Backpapier aus – und zwar so, dass ruhig ein wenig über den Rand steht. Backt den Kuchen für 50 bis 70 Minuten. Macht den Stäbchentest, es sollte noch ein wenig Teig drankleben.

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Nehmt den Kuchen schnellstmöglich aus der Form und lasst ihn auskühlen. Während dessen könnt ihr die Schokoladencreme herstellen. Hackt dafür die anderen 250 Gramm klein. Kocht die Sahne zusammen mit der Butter auf. Gebt die klein gehackte Schokolade in eine Schüssel und übergießt sie mit der heißen Sahne-Butter-Mischung und rührt sie vom Rand her um. Passt auf, dass nicht zu viel Luft in die Mischung kommt. Also immer schön vorsichtigt, von außen nach innen. Lasst die Creme abkühlen. Ihr könnt sie in den Kühlschrank stellen, ich habe sie allerdings vier bis fünf Stünden bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

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Bevor ihr die Creme nun auf dem Kuchen verteilt, halbiert ihn, sodass ihr zwei runde Kuchen habt. Auf der unteren Hälfte verteilt ihr circa ein Drittel bis die Hälfte der Creme, dann legt ihr die zweite Hälfte wieder oben drauf. Nun schmiert ihr den Kuchen von außen mit der Creme ein, verteilt sie auch am Rand.

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Der Schokokuchen hält sich nun eine gute Woche im Kühlschrank. Bevor ihr ihn esst, nehmt ihn circa 15 MInuten vorher aus dem Kühlschrank, dann hat die Creme die richtige Konsistenz. Lasst es euch schmecken!

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

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Zimt-Zucker-Kekse_2

Zimt-Zucker-Kekse (Teig für Keksstempel)

„Kekse?“, fragt ihr. „Im Sommer?“, fragt ihr entsetzt weiter? „Ja, wieso denn nicht?!“, antworte ich. „Na, ist man die nicht zu Weihnachten?“ Neeiiin, man braucht sie im Büro als Nervennahrung, zum Reintunken in den Kaffee, während einer Reise oder einfach zum Mampfen zwischendurch. Ok ok, vielleicht passt der Zimt nicht für jeden in die Jahreszeit, aber wir lieben Zimt auch im Sommer. Oh, und wisst ihr was man noch machen kann? Die Kekse zerbrechen und mit Vla essen, insb. Vanille-Vla – leeeecker. Wir waren nämlich am Samstag in den Niederlanden bei einer sehr lieben Freundin und haben uns mit Vla eingedeckt – und die Kekse dazu … Ich sag es euch, sie sind ein Traum.

Die Kekse waren zudem eine Möglichkeit, endlich mal meine Stempel auszuprobieren. Ein passendes Rezept habe bei Amor& Kartoffelsack gefunden. Vielen Dank liebe Sonja für das tolle Rezept. Ich hab anstelle des Zitronenabriebs Vanillearoma genommen und sie hinterher mit Zimt und Zucker bestreut damit a) die Stempeldrucke besser zum Vorschein kommen und b) es eben superduper toll schmeckt. Ich werde es euch hier nochmal aufschreiben mit allen Änderungen, die ich vorgenommen habe  – oder auch nicht. Aber schaut ruhig mal bei Amor & Kartoffelsack vorbei. Es lohnt sich.

Zimt-Zucker-Kekse_3

Ihr benötigt

  • 250 g Mehl
  • 110 g kalte Butter
  • 70 g Puderzucker
  •  2 EL Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 1 kleine Prise Salz
  • 1/2 Fläschchen Vanillearoma
  • 4 TL Zimt
  • 5 – 6 TL Zucker

Los geht’s

Siebt das Mehl in eine große Schüssel, gebt den Puder- sowie den Vanillezucker und das Salz hinzu. Schneidet die Butter in kleine Stücke zum Teig dazu. Bevor ihr anfangt alles zu kneten, müsst ihr noch das das EI und das Vanillearoma dazugeben. Jetzt könnt ihr kneten. Am Anfang wird es ein wenig schwierig sein, aber haltet durch, irgendwann geht alles schnell und ratz fatz könnt ihr eine Kugel formen, die ihr für circa eine Stunde in den Kühlschrank legt.

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Heizt den ofen auf 175 Grad (Ober-/Unterhitze) vor. Nehmt euch etwas von dem Teig, rollt ihn aus (circa 5 MIlimeter) und stecht die Kekse aus. Wenn ihr Keksstempel verwendet, stecht die Kekse mit einem runden Ausstecher (ein Glas geht auch) aus und stempelt sie im Anschluss.

Legt die Kekse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und backt sie im Ofen für circa zwölf bis fünfzehn Minuten. Zum Schluss hin, passt auf, dass sie nicht zu goldbraun werden! Bekommen sie etwas Farbe am Rand sind sie eigentlich fertig.

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Mischt den Zimt mit den sechs Teelöffeln Zimt. Holt eure Kekse aus dem Ofen und verteilt die Zimt-Zucker-Mischung auf den Keksen. Ich habe sie dann mit einem Silikonpinsel vorsichtig wieder entfernt, sodass die Mischung in den Vertiefungen blieb und die Stempel wunderbar zur Geltung kommen.

Zimt-Zucker-Kekse zum Tunken

Probiert es aus! Die Kekse eignen sich prima Naschen und Tunken.

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

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Küchenklassiker: Clafoutis mit Johannisbeeren

Dieses Wochenende habe ich viele neue Sachen ausprobiert. Eine Sache will bei mir einfach partout nicht klappen – Mayonaise. Ich habe dann einen tollen Curry-Süßkartoffel-Salat kreiiert, der mit Mayo gar nicht lecker gewesen wäre, aber es ärgert mich trotzdem. Mal sehen, vielleicht teile ich das Rezept auch mal mit euch. Ab und an poste ich ja auch Nicht-Back-Rezepte, also mal schauen. Was meint ihr?

Nun aber zurück zur Clafoutis. Ich kenne diese Mischung aus Kuchen und Eierkuchen seit dem Französischunterricht, wie so viele andere wahrscheinlich auch. Doch gebacken habe ich es bestimmt seit der 10. Klasse nicht mehr. Dabei sind die einfachen Sachen oft die besten. Genau so ist es auch hier. Normalerweise wird so eine Clafoutis mit Kirschen zubereitet, da wir sie aber erst letzte Woche in den Brownies hatten, mussten dieses Mal andere Früchte her. Da kamen mir die leckeren roten Johannisbeeren gerade richtig. Die kleinen sauren Früchte in dem süßen Teig sind einfach super lecker. Da eine Clafoutis nicht sonderlich aufgeht, bietet sich so ein Stück auch einfach immer an. Probiert es aus.

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Ihr benötigt

  • 4 Eier
  • 75 g Puderzucker
  • 125 g Mehl
  • 80 ml Milch
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1,5 EL Zucker
  • ca. 250 – 300 g Johannisbeeren
  • 1 EL Butter

Los geht’s

Als allererstes müsst ihr die Johannisbeeren von den kleinen grünen Stängeln befreien, passt dabei auf, dass nicht allzu viel von ihnen mit in eure Schüssel kommt. Danach wascht die Johannisbeeren gut ab und streut dann die anderthalb Esslöffel Zucker darüber. Vermischt alles gut und stellt die Johannisbeeren kurz beiseite.

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Heizt euren Ofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vor. Fettet eine Springform (26 Zentimeter) mit der Butter ein und verteilt dann die Johannisbeeren auf dem Boden.

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Nun gebt ihr die vier Eier und den Puderzucker in eine Schüssel und schlagt beides solange auf, bis es richtig schön schaumig und heller wird. Dann gebt ihr das Mehl, den Vanillezucker, das Salz und die Milch dazu und verrührt noch einmal alles gut miteinander. Den flüssigen Teig gießt ihr vorsichtig über die Johannisbeeren. Alles kommt nun für circa 25 Minuten in die untere Hälfte des Ofens. Achtet ein bisschen auf euer Clafoutis, ist sie goldbraun, kann sie aus dem Ofen. Lasst sie auskühlen, nehmt sie aus der Form und bestreut sie mit Puderzucker. Voilá!

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

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Whisky-Kirsch-Brownies

Ach ihr Lieben, eigentlich ist es ja viel zu warm, um in der Küche zu stehen. Allerdings hatte ich die letzten zwei Wochen eher weniger Glück beim Backen, v. a. von neuen Rezepten. Es wollte einfach nicht klappen. Es musste also endlich ein neues Rezept her, das auch gelingt …

Es sollte was super leckeres sein, nicht zu einfach von der Zutatenliste her und es durfte nicht zu lange dauern. Das darf es dann wieder im Herbst und Winter. Der beste Ehemann wünschte sich Brownies, ich wollte Kirschen und irgendwas raffiniertes fehlte noch: Whisky!

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Nein, Whisky ist nicht nur für Männer. Ich persönlich liebe Whisky, v. a. – wie ihr vielleicht schon an der Schreibweise seht – die schottischen Single Malts. Für dieses Rezept habe ich einen Talisker verwendet. Es geht allerdings jeder Whisky oder auch Whiskey, den ihr mögt.

Da es sie grade frisch gibt, habe ich Süßkirschen verwendet, aber nehmt ruhig Sauerkirschen, wenn ihr frische habt. Dann müsst ihr unter Umständen die Zuckermenge erhöhen. Ihr könnt aber natürlich auch (abgetropfte) Schattenmorellen oder Sauerkirschen aus dem Glas nehmen. Probiert es aus. Jedenfalls sind diese Whisky-Kirschen-Brownies eine wahre Graumenfreude.

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Ihr benötigt

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 110 g Butter
  • 10 EL Whisk(e)y (ich: Talisker)
  • 200 Gramm entsteinte Kirschen
  • 15 g Kakao
  • 130 g Mehl
  • 3 Eier
  • 150 g Zucker
  • 1/2 TL Backpulver
  • 20 g Zartbitterkuvertüre

Los geht’s

Heizt den Ofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vor.

Als allererstes müsst ihr – sofern ihr frische nehmt – die Kirschen entsteinen. Gebt dann die Butter zusammen mit der Schokolade – in Stücke gebrochen – in einen Topf und erwärmt dieses solange über einem Wasserbad bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. Rührt dabei immer mal wieder um. Ist alles geschmolzen, stellt es beiseite und lasst es etwas abkühlen.

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Während dessen gebt ihr die drei Eier zusammen mit dem Zucker in eine Schüssel und schlagt alles solange auf bis die Masse hell ist und cremig wird. Gebt nun die Schokolade dazu. Aber Achtung! Die Schoko-Masse darf auf keinen Fall zu heiß sein. Sie sollte maximal lauwarm sein. Rührt alles gut durch bis sich die Schokoladen-Butter-Mischung gut mit dem Ei und dem Zucker vermengt hat. Nun gebt ihr den Whisky dazu. Mischt das Mehl mit dem Backpulver und dem Kakao und siebt alles zu den flüssigen Zutaten. Vermengt erneut alles gut miteinander.

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Legt ein Blech mit den Maßen ca. 30 x 20 cm mit Backpapier aus. Gebt den Teig auf das Blech und verteilt die Kirschen darauf. Nun stellt ihr den Teig für circa 20 Minuten in den Ofen. Ihr müsst zum Ende der Backzeit auf alle Fälle aufpassen, damit die Brownies nicht vollkommen durchgebacken werden. Macht also immer mal wieder den Stäbchentest. Wenn noch ein bisschen Teig dranklebt, nimmt den Kuchen aus dem Ofen. Wenn nichts mehr am Stäbchen klebt, ist es eigentlichs schon zu spät.

Nehmt den Kuchen aus dem Ofen, lasst ihn abkühlen und verteilt dann die Kuvertüre, die ihr nach Packungsanweisung geschmolzen habt.

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Nun lasst ihr diese nur noch abkühlen, schneidet den Kuchen in Stücke, damit Brownies daraus werden und dann:

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

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Rezension: Oma & Bella – und ein Rezept für Kartoffelpiroggen

Im Moment will das mit dem Backen bei mir nicht so klappen – ich kann euch gar nicht genau erklären warum. Die Pechsträhne ging eigentlich mit dem Zitronen-Kuchen los und hörte dann nicht mehr auf – ein Bienenstich, der total daneben ging und nun ein Cheesecake, der nicht ganz so wollte, wie er sollte. Vielleicht werde ich ihn aber trotzdem mal bloggen, denn lecker ist er wirklich geworden. Mal sehen. Nun erstmal erzähle ich euch eine andere Geschichte, die von meinem Geburtstag und ganz wunderbaren Geschenken. Neben ganz tollen Geldgeschenken von der Familie (Ich weiß, ist langweilig, aber sie dienen der Erfüllung eines großen Traumes), gab es schöne Sachen, die irgendwann hier auf dem Blog erscheinen werden – u. a. Limonadengläser:)

Ein Geschenk war jedenfalls ein Kochbuch, das Kochbuch zu dem Film „Oma und Bella“ Kennt ihr? Toller Film, oder? Kennt ihr nicht? Aaalso, in dem Film geht es um zwei ältere jüdische Damen, die in Berlin wohnen. Die beiden schauen auf ein ereignisreiches, streckenweise gemeinsames Leben zurück. Nun begleitet die Enkelin von „Oma“ die beiden eine Weile, wie sie zusammen den Alltag teilen, lachen und eben auch gemeinsam kochen. Sie leben ihre jüdische Kultur in Deutschland, das Land, welches sie sich trotz schlimmer Erfahrungen zur Heimat gemacht haben. Auf der Homepage heißt es:

Essen, so wird deutlich, bedeutet Erinnern, Lieben und Gegenwart.

Ist das nicht schön? Genau, und weil das Essen und die Zubereitung leckerer, traditioneller Gerichte so bedeutend ist, wurde passend zu Film das Kochbuch veröffentlicht. Ich danke dir, liebe Elisabeth, für dieses wunderbare Geschenk. Denn das Kochbuch lohnt sich trotz, oder gerade wegen der vielen traditionellen, doch eher einfachen, Gerichte sehr.

Tolle Illustrationen und erst einmal eine Geschichte

Das Buch stellt erst einmal Oma und Bella vor. Dabei wird eine so bildhafte Sprache verwendet, dass man sich alles auch ohne den Film vorstellen kann. Die Erzählerin ist die Enkelin. Ihre Liebe zu ihrer Oma, aber auch zu Bella, springt einen beim Lesen quasi an. Das macht Spaß. Und es bereitet auf all die tollen Gerichte vor. Kennt ihr das? Wenn ihr bei Oma reinkommt und das ganze Haus riecht nach Mittag? So ungefähr ist das Lesen dieses Buches – nach Hause zu Oma kommen. Dann geht die Autorin noch einmal genauer auf Omas Weisheiten und Erfahrungen ein: Vom Alltag über Gesundheit bis hin zu Parties. Zu allem weiß die Oma einen Ratschlag. Natürlich. Im Kapitel Vorbereitungen kann sich jeder auf den anstehenden Kochprozess vorbereiten – vom richtigen Säubern des Gemüses bis zum perfekten Outfit. Auf alles ist der angehende „Nachkocherer“ danach vorbereitet.

Besondere Erwähnung verdienen die Illustrationen. Entgegen gängiger Kochbücher verzichtet das Kochbuch auf Bilder der Speisen und setzt ganz allein auf die tollen Illustrationen. Ihr wollt einen Eindruck bekommen, dann schaut mal hier. Am Ende gibt es dann doch noch ein paar Fotos von den beiden älteren Damen.

Lasst mich noch erzählen: Alle Rezepte und Texte sind auf Deutsch und auf Englisch. Das find ich super praktisch – aus verschiedenen Gründen. Übrigens: Die beiden Damen verständingen sich mit einem Misch-Masch aus Deutsch, Jiddisch und Polnisch und genau dadurch sind auch ihre Rezepte beeinflusst.

Yiddisch-osteuropäische Kochkunst

Die Rezepte sind in folgende Kategorien unterteilt:

  • Vorspeisen
  • Suppen
  • Hauptspeisen
  • Beilage
  • Nachspeisen

Insgesamt sind es 36 Rezepte. Einige finde ich sehr verlockend, andere wie „Gehackte Leber“ oder „Kalbsfuß in Sülze“ weniger. Es sind aber eben traditionelle Rezepte der yiddisch-osteuropäischen Küche, aber leider nicht alle mein Geschmack.

Alle Rezepte haben eine übersichtliche Zutatenliste und eine einfache Beschreibung der Zubereitung. Es ist einfach, ihr zu folgen und die Rezepte Schritt für Schritt nachzukochen. Die Mengenangaben sind manchmal etwas groß und ich musste die Menge des ein oder anderen Rezepts halbieren. Wer natürlich jetzt super exotische Zutaten sucht, sucht vergebens. Es handelt sich wirklich um handfeste herzhafte Rezepte, wie Oma sie kochen würde.

Kochbuch_Oma_und_Bella_Kneidelach

Bei uns gab es dieses Wochende Kartoffelpiroggen mit Kneidelach. Zweiteres sind nichts anderes als Fleischbällchen, für ersteres teile ich das Rezept mit euch. Das habe ich auch nur leicht angepasst. Ich poste euch meine Variante. Wer das Original möchte, muss sich das Buch kaufen.

Kartoffelpiroggen (nach einem Rezept aus dem Kochbuch „Oma & Bella“)

Kochbuch_Oma_und_Bella_1

Ihr benötigt

  • ca. 300 g geschälte Kartoffeln, vorzugsweise mehligkochend
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 250 g Mehl und etwas für die Arbeitsfläche
  • 1 Ei
  • 60 ml Wasser
  • 1/2 TL Salz und Pfeffer
  • etwas Öl zum Anbraten

Los geht’s

Schält als erstes die Kartoffeln, sodass ihr ungefähr 300 Gramm habt. Kocht sie in Salzwasser bis sie weich sind, sodass ihr sie stampfen könnt. Schält die Zwiebel, schneidet sie in kleine Stücke und bratet sie in dem Olivenöl goldbraun. Vermischt die Zwiebeln und den Kartoffelbrei und schmeckt alles mit Salz und Pfeffer ab. Lasst die Füllung abkühlen.

Für den Teig gebt das Mehl in eine Schüssel und vermengt es mit dem Ei, dem Wasser und etwas Salz. Ihr müsst den Teig für gute fünf Minuten kneten bis er eine angenehme Konsistenz hat. Bestäubt eure Arbeitsfläche mit dem Mehl und rollt den Teig sehr dünn aus. Laut Rezept sollten es bis zu zwölf Piroggen werden, bei mir waren es am Ende dreizig. Dabei hatte ich nicht den Eindruck, dass der Teig zu dünn war. Mit einem großen Glas oder einem Ausstecher steht ihr nun Kreise aus. In die Mitte gebt ihr ungefähr einen halben Esslöffel der Füllung. Achtung: Ist euer Glas ein großes, ist es natürlich mehr. Meines hatte einen Durchmesser von circa acht Zentimetern. Klappt den Kreis zusammen, sodass ein Halbkreis entsteht und drückt die Ränder mit feuchten Fingern zusammen. Ich habe dann noch einmal mit einer Gabel nachgeholfen. So sieht es auch schöner aus. Drückt die Piroggen zusammen, dann habt ihr kleine Sicheln. Diese gebt ihr in kochendes Wasser und nehmt sie erst wieder raus, wenn sie oben schwimmen. Kurz vor dem Servieren bratet ihr sie am besten noch einmal in Olivenöl an. Sie schmecken am besten heiß.

Kochbuch_Oma_und_Bella_Piroggen

Zum Schluss noch ein Tipp: Die Piroggen könnt ihr sowohl roh als auch gekocht einfrieren. Also macht am besten gleich eine große Menge.

Kochbuch_Oma_und_Bella_Piroggen_Kartoffelfuellung

Dies ist eines meiner Lieblingsrezepte aus dem Buch, es ist einfach super lecker und es lässt sich abwandeln. Also zudem noch ein super Grundrezept. Noch einmal: Ich danke meiner Freundin Elisabeth für das tolle Geschenk und kann euch das Buch nur wärmstens empfehlen.

Viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

Eure

Haferhexe

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…trotzdem lecker: Zitronen-Schmand-Kuchen

Trotzdem lecker? Nun ja, man sollte nie backen, wenn man ein tolles, aber anstrengendes langes Wochenende hinter sich hat. Ich wollte dennoch am Montag einen Kuchen mit zur Arbeit nehmen. Die Idee war gut, nur mit Farbverläufen und hübschen Torten habe ich es nun mal einfach nicht. Also gab es keinen Farbverlauf, aber viele Fragen wieso denn der Kuchen grün sei. Das erklärte ich dann auch noch dem letzten Kollegen, fragende Blicke waren nicht selten die Antwort. Liebe Kollegen, Foodblogger wollen es eben nicht nur lecker, sondern auch hübsch. Die Betonung liegt auf wollen, bei mir klappt es eben nicht immer. Tatsächlich fand ich es dann trotzdem anprechend und vor allem lecker.

Bei dem Geburtstagskuchen handelt es sich wieder um einen Zitronenkuchen, der zweite auf diesem Blog, aber ganz anders als der erste. Durch den Schmand auf dem fluffigen Teig erinnert er ein wenig an einen Cheesecake, aber ist dennoch anders. Säure in zwei unterschiedlichen Ausführungen. Während der erste durch seinen überzeugenden Zitronengeschmack mit Recht durch mich zum weltbesten Zitronenkuchen ernannt wurde, besticht dieser durch seine Zurückhaltung. Probiert es aus.

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Eine kleine Anmerkung: Aufgrund der Uhrzeit und des langen Wochenendes, was hinter mir lag, war es mir wichtig, dass der Kuchen fix ging. Deshalb habe ich ausnahmsweise mal auf Zitronenabrieb aus dem Supermarkt zurückgegriffen. Es ist natürlich besser, wenn ihr euch die Zeit nehm und Bio-Zitronen-Zesten nehmt.

Ihr benötigt

Für den Boden

  • 300 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 5 Eier
  • 280 g Mehl
  • 8 EL Zitronensaft
  • 3 TL Zitronenabrieb
  • 3 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz

Für den Belag

  • 1000 g Schmand
  • 100 g Zucker
  • 3 TL Zitronenabrieb
  • 1 Ei
  • 3 gestrichene TL Stärke
  • etwas Lebensmittelfarbe eurer Wahl

Los geht’s

Heizt den Ofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vor. Als allererstes rührt ihr Butter (am besten vorher ein wenig weich gemacht, z. B. in der Mikrowelle), Zucker, Salz und die Zitronenschale cremig. Das macht ihr am besten in der Küchenmaschine, aber ich mache das auch mit dem Handrührer – circa 8 Minuten müsst ihr rühren. Gebt 5 Eier einzeln dazu, nach und nach, nicht auf einmal. Mischt das Mehl mit dem Backpulver und siebt es dazu. Gebt abwechselnd mit dem Mehl den Zitronensaft hinzu. Fettet ein Blech (ca. 30 x 40 cm) und verteilt den Teig darauf, streicht ihn glatt. Backt den Kuchen für 20 Minuten in der unteren Hälfte.

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Nun mischt ihr den Schmand mit dem Zucker, der Zitronenschale sowie dem Zitronensaft, dem Ei und der Stärke. Rührt alles gut durch. Wenn ihr mögt, färbt einen kleinen Teil der Masse (ca. ein Viertel) mit der Lebensmittelfarbe ein. Nehmt den Kuchen nach 20 Minuten aus dem Ofen und verteilt als erstes den weißen Guss. Mit einem Spritzbeutel verteilt ihr die farbigen Streifen und zieht sie mit einem Holzspieß leicht ineinander. Natürlich könnt ihr das auch lassen. Jetzt kommt der Kuchen für weitere 15 Minuten in den Ofen.

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Danach lasst den Kuchen auskühlen, serviert ihn am besten noch am gleichen Tag oder einen Tag später. Dann schmeckt er am allerbesten.

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

 

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