Ingwerkekse nach Outlander Kitchen

[Rezension] „Outlander Kitchen“ – und ein Rezept für Ingwerplätzchen

Ihr lieben Leser meines Blogs und die lieben Menschen, die mich sonst kennen, wissen, dass ich ein großer Fan der Outlander-Reihe (Highland Saga) bin. Natürlich besitze ich auch das, vor ein paar Wochen erschienende Kochbuch zur Serie. Allerdings gibt es das im Moment nur auf Englisch, eine Übersetzung soll nächsten Sommer erscheinen. Diese Rezension bezieht sich also auf diese Version und wird wesentlich ausführlicher sobald ich die deutsche in den Händen halte. Doch einen ersten kurzen Eindruck wollte ich mit euch teilen.

ingwerkekse_outlander

Von einem Fan für Fans

Theresa Carle-Sanders ist selbst ein große Liebhaberin der Buchreihe und auch der Serie und hat bereits vor Serienbeginn auf ihrem Blog viele Outlander inspirierte Rezepte veröffentlicht. Nun, sollte daraus ein Buch werden – und dieses ist ihr wirklich toll gelungen. Es enthält sogar ein Vorwort von Diana Gabaldon selbst, gefolgt von einer liebevollen Einleitung.

Erster Eindruck und Struktur

Das Cover ist schön gestaltet und passt perfekt in die Outlander-Welt. In 17 Kapiteln kann der Leser in die kulinatische Welt der Highland-Saga eintauchen. Ob Schottland, Frankreich, Übersee oder inspiriert vom Set der Serie – von Frühstück bis zum Desert – alles steht im Zeichen von Jamie und Claire Fraser und ihrer Lieben. Die Kapitel teilen sich wie folgt auf:

  1. Basic Recipes
  2. Breakfast
  3. Soups
  4. Appetizers
  5. Beef
  6. Poultry
  7. Pork
  8. Lamb
  9. Game
  10. Fish and Seafood
  11. Vegetarian
  12. Pizza and Pasta (Ja, das auch passt)
  13. Side dishes
  14. Breads and baking
  15. Sweets and desserts
  16. Drinks and cocktails
  17. Preserves and Condiments

Die Fotos folgen dem gleichen Stil wie im Blog: einfach, aber sehr appetitlich. Ein Ansatz, den ich selbst auch super finde. Natürlich besteht für Köche, die dem Englischen nicht so mächtig sind, eine Schwierigkeit – nicht nur beim Übersetzen, sondern auch beim Umrechnen. Diese sollten wirklich lieber auf die deutsche Übersetzung warten. Wenn diese dann genau die Liebe und Leidenschaft, nicht nur für die Geschichte von Jamie und Claire, sondern auch fürs Kochen und für gute Lebensmittel, vermittelt wie das englische Original kann in deutschen Outlander-Fan-Küchen losgekocht werden.

ingwerkekse_outlander_1

Aus Ginger-Nut Biscuits werden Ingwerplätzchen

Vielleicht versteckte sich genau da bei der Umrechnung und Übersetzung auch bei mir der Fehlerteufel, sodass aus den angedachten Ginger-But Biscuits Ingwerplätzchen wurden – nicht weniger lecker, aber eben anders. Vielleicht war es aber auch einfach nur das Backpulver, das ich vergessen hatte. ) Das Rezept, das ich nun mit euch teile, ist mein eigenes, wer das Original möchte, muss sich das Buch kaufen😉

Ihr benötigt

  • 235 g weiche Butter
  • 200 g brauner Zucker
  • 75 g Honig
  • 300 g Mehl
  • 2 Eier
  • 7 TL Ingwer
  • 3 TL Zimt
  • eine Prise Salz
  • 100 g Zucker

Los geht’s

Heizt den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vor.

Schlagt die weiche Butter mit dem brauen Zucker schaumig und schlagt nach und nach den Honig sowie die Eier hinzu. Vermischt das Mehl, die Gewürze und das Salz und vermischt es schnell mit den feuchten Zutaten.

Formt aus dem Teig Tischtennisball große Kugeln, wälzt sie in den 100 Gramm (normalen) Zucker und legt sie mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Backt die Kekse für circa zehn bis zwölf Minuten. Lasst sie dann noch ein paar Minuten auf dem Backblech liegen bevor ihr sie zum finalen Abkühlen auf ein Rost legt. Die Ingwerplätzchen halten sich in Keksdosen bis Weihnachten.

ingwerkekse_outlander_3

Trotz vergessenen Backpulver – oder gerade deswegen, denn so haben sie einen Haferhexen-Touch – sind die Kekse wirklich sehr lecker und passen perfekt zum Adventskaffee.

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

Merken

Merken

ofengegartes Lamm in BBQ-Sauce

Bevor die Keksvöllerei startet: BBQ-Lamm

Der erste Advent ist schon vorbei und die große Keksschlacht startet bald oder hat bei einigen bereits begonnen. Ich zögere es noch ein bisschen hinaus, sodass sich alle Plätzchen und Co. auch wirklich bis zum Weihnachtsfest halten. Bevor wir aber dann alle den gemeischaftlichen Zuckerrausch bekommen, habe ich hier noch ein leckeres herzhaftes Rezept für euch.

Lamm gehört in Deutschland zwar nicht zu den traditionellen Weihnachtsgerichten, es macht sich aber auch hervorragend als Familienessen an einem der Adventssonntage oder für das große Essen am Silvesterabend. Die BBQ-Sauce harmonisiert perfekt mit dem zarten Fleisch.

bbq-lamm_2

Ihr benötigt

für 2-3 Personen

  • 8 Lammkoteletts
  • 200 ml Apfelsaft
  • 5 EL Tomatenketchup
  • 5 EL Malt Vinegar oder anderen milden Essig
  • 1 EL Senf
  • Rauchsalz zum Abschmecken

Los geht’s

Die Zubereitung ist denkbar einfach und gibt euch viel Zeit, euch eine tolle Beilage auszudenken. Bei mir gab es frische Bratkartoffeln, knusprig angebraten, dazu. Ofenkartoffeln oder Kartoffelpüree passen mit Sicherheit aber auch prima.

Also, als erstes rührt ihr die BBQ-Sauce zusammen. Dafür gießt den Apfelsaft in eine Schüssel und rührt das Ketchup unter. Wenn ihr keinen Malt Vinegar zuhause habt, gebt nun anstelle der fünf Esslöffel Malt Vinegar, anderen Essig dazu. Zum Schluss fehlt noch der Senf. Die besondere Note bekommt die Sauce durch das Rauchsalz. Das gibt es ja mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt und es lohnt sich wirklich. Schmeckt die Sauce also zum Schluss noch einmal ordentlich ab.

bbq-lamm_3

Heizt den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor.

Legt die Lammkoteletts in einen großen Bräter. Wenn ihr keinen habt, geht in diesem Fall auch eine Auflaufform. Gebt die Sauce über das Fleisch und wendet die Lammkoteletts solange bis sie rundherum mit der Sauce überzogen sind. Lasst die Koteletts für circa 15 Minuten im Ofen bis die Ränder zu bräunen beginnen. Dann holt ihr es aus dem Ofen, gießt die Sauce ab und stellt das Lamm erneut in den Ofen – für weitere fünf bis sieben Minuten, schaltet die Grillfunktion dazu.

Aus der BBQ-Sauce könnt ihr eine leckere Sauce machen, wenn ihr euch zum Beispiel für Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln dazu entschieden habt. Zu Bratkartoffeln esse ich nicht so gern Sauce, daher habe ich hier darauf verzichtet.

bbq-lamm_4

Sind die fünf Mintuen um, serviert die Koteletts mit der Beilage eurer Wahl und vielleicht einem Maiskolben.

Guten Appetit

Eure

Haferhexe

P.S.: Nun, lasset die Plätzchensaison beginnen!

Merken

Merken

Apfel-Scones mit Zimt

Herbstliches Lieblingsgebäck: Apfel-Zimt-Scones

Scones, Scones, Scones … es gibt mittlerweile mehrer Rezepte für diese leckere britische Teegebäck auf meinem Blog. Alles fing damit an, als ich damals in Hamburg Clotted Cream entdeckte. Nein, eigentlich schon in Wales, wo ich die weltbesten Scones essen durfte. In Norddeutschland jedenfalls war das irgendwie gar nicht so einfach mit der passenden Clotted Cream, der Fund im Hauptbahnhof Hamburg somit pures Glück. Mittlerweile wohn ich NRW und hier gibt es ein paar britische Shops, Clotted Cream ist nicht mehr so selten. Und da dürfen Scones nicht fehlen. Und was gibt es da besseres als jede neue Scones-Kreation mit euch zu teilen. Vielleicht fällt mir ja auch noch eine weihnachtliche Version ein. Nun teile ich aber erst einmal das mittlerweile fünfte Scones-Rezept. Dank einem Boskop und etwas Zimt ist es so richtig schön herbstlich und perfekt für graue November-Sonntage.

Apfel-Zimt-Scones

Ihr benötigt

  • 400 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 3 EL Zucker + 1 TL Zucker
  • 2 Prisen Salt
  • 100 g Butter
  • 180 ml MIlch + etwas mehr
  • 1 Boskop
  • 4 gehäufte TL Zimt + etwas mehr

Los geht’s

apfel-scones_3

Heizt den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vor.

Schält den Apfel und schneidet ihn in kleine Stücken. Mischt als erstes das Mehl mit dem Backpulver, den drei Esslöffel Zucker, Salz und den circa vier Teelöffeln Zimt. Rührt alles gut durch. Gebt die Apfelstücke mit hinein. Schneidet die Butter in kleinen Stücken dazu. Dann vermischt alles mit den Händen (oder kurz mit der Küchenmaschine) bis ein krümeliger Teig entsteht und quasi jeder Teil der trockenen Zutaten einmal mit Butter in Berührung gekommen ist. Das muss allerdings relativ schnell gehen. Auch die weiteren Schritte sollten schnell gehen. Gießt die 180 Milliliter Milch dazu und knetet den Teig fix durch.

apfel-scones_4

Rollt den Teig nun circa zwei bis drei Zentimeter dick auf der gut bemehlten Arbeitsfläche aus und stecht mit einem Glas (oder einer passenden Form) die Scones aus. Der Teig klebt etwas. Am Ende sollten circa zehn bis zwölf Scones rauskommen, die ihr auf ein mit Backpapier belegetes Blech legt. Mischt ein wenig Milch mit einem Teelöffel Zucker und etwas Zimt und bestreicht damit die noch rohen Scones. Backt die Scones für circa zwölf bis fünfzehn Minuten bis sie goldbraun sind.

apfel-scones_5

apfel-scones_6

Lasst sie im Anschluss für ein paar MInuten auf einem Rost auskühlen und genießt sie lauwarm mit Clotted Cream.

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

Merken

kekse_walnuss_schokolade_6

Knusprig, weiche Kekse mit Walnüssen und Schokolade

Weihnachten rückt immer näher und damit auch die Plätzchen-Zeit. Doch bevor ihr in Zimtsternen und Vanllekipferln verschwindet, habe ich ein Keks-Rezept für euch, dass perfekt in den Herbst passt. Die Kekse sind ein Traum und ich habe wieder, wie bereits angekündigt, mit Kokosblütenzucker gebacken. Es lohnt sich! Gerade bei diesen Keksen, denn erstens bekommen sie dadurch, dass weniger Zucker verwendet wird, eine tolle Konsistenz und zweitens harmonisiert der karamellige Geschmack des Zuckers perfekt mit der zartbitteren Schokolade und den Walnüssen. Ihr müsst es einfach ausprobieren.

kekse_walnuss_schokolade_3

Ihr benötigt (reicht für ca. 30 Kekse)

  • 200 g weiche Butter
  • 150 g Kokosblütenzucker
  • 300 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Walnüsse
  • 100 g Schokolade

Los geht’s

Kekse mit Kokosblütenzucker, Walnüssen und Schokolade

Verrührt als erstes die weiche Butter mit dem Zucker, bis eine fluffige Masse entstanden ist. Jetzt kommen das Mehl, das Backpulver und das Salz dazu. Verrührt den Teig mit dem Handmixer (oder selbstverständlich in der Küchenmaschine) bis der Teig sehr bröselig ist und die Konsistenz von sehr grobkörnigen Sand hat. Mit einem Backlöffel habe ich dann noch einmal gut durchgerührt und merkte dabei schon, dass der Teig gut aneineander kleben wird. Also: Rührt noch einmal mit einem Backlöffel durch.

Heizt den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Hackt die Walnüsse und die Schokolade in kleine Stücke und gebt sie zum Teig dazu. Rührt noch einmal gut durch. Nun formt ihr Tennisball-große Bällchen, legt sie mit etwas Abstand zueinander auf eine mit Backpapiert ausgelegtes Backblech und drückt sie ein wenig platt. (siehe Foto)

kekse_walnuss_schokolade_1

Die Kekse müssen für zehn Minuten backen. Nehmt das Blech aus dem Ofen und lasst die Kekse noch für fünf Minuten drauf liegen. Erst dann nehmt sie runter und lasst sie weiter auf einem Rost auskühlen.

kekse_walnuss_schokolade_2

In einer Keksdose halten die Kekse gut zwei Wochen und verlieren dabei weder an Geschmack noch werden sie pappig. Das habe ich für euch getestet – auch wenn es schwer fiel, denn sie sind einfach mega lecker. Das Beste: Ihr könnt mit den Zutaten spielen und so werden aus „Herbstkekse“ auch schnell „Weihnachtskekse“ mit Mandeln, Zimt und anderen Gewürzen.

kekse_walnuss_schokolade_4

Ich glaube bei mir werden dieses Jahr verschiedene Variationen die Plätzchen ersetzen.

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

 

Merken

Marmorkuchen mit Amarula

Marmorkuchen mit Amarula und Kokosblütenzucker

Ihr Lieben, ihr wisst, ich mag einfache Rezepte. Dennoch habe ich noch nie einen Marmorkuchen gebacken – der Gipfel des einfach Leckeren. Ein guter Marmorkuchen kann (fast) jede Torte schlagen – in meinen Augen.

Auf der Eat and Style haben wir Amarula probiert und da ich diesen cremigen Likör so lecker fand, musste ich unbedingt damit etwas backen. Ich hatte euch ja versprochen, dass ich viel Inspiration und zahlreiche Ideen gesammelt hatte. Eigentlich sollten in den Marmorkuchen noch Nüsse, ich fand es dann aber zu viel der Geschmackskomponenten. Die Walnüsse habe ich dann diese Woche für etwas anderes verarbeitet. Genau wie den Kokosblütenzucker, den ich bereits für diesen Kuchen verwendet hatte. Für mich ist dieser Zucker eine wahre Offenbarung beim Backen. Dieser karamellige Geschmack eignet sich eben besonders für Gebäck, bei dem auch auch Schokolade verwendet wird, es harmonisiert perfekt. Für leichteres, sommerliches Gebäck habe ich es noch nicht ausprobiert – ist grad auch irgendwie nicht die Zeit😉

In jedem Fall: Backt doch mal wieder einen Marmorkuchen. Den lieben einfach alle.

Marmorkuchen mit Amarula

Ihr benötigt

  • 200 g sehr weiche Butter
  • 170 g Kokosblütenzucker (oder 240 g normalen Zucker)
  • 280 g Mehl
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 6 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 100 ml Milch

Für den hellen Teig

  • 10 EL Amarula
  • 2 gehäufte EL Mehl

Für den dunklen Teig

  • 30 g Kakaopulver

Los geht’s

Als erstes verrührt die ihr die weiche Butter gut mit dem Zucker und dem Vanillezucker. Dann trennt ihr die Eier, stellt das Eiklar beiseite und gebt die Eigelbe nach und nach zur Buttermasse.  Dabei sollte zwischen den Eigelben eine Zeitspanne von dreißig Sekunden bis zu einer Minute liegen.

marmorkuchen_5

Habt ihr alle Eigelbe langsam dazugegeben, schlagt ihr den Eischnee. Gebt dafür etwas Salz zu dem Eiweiß und schlagt es, bis es schnittfest ist.
Mischt das Mehl mit dem Backpulver. Nun gebt ihr die Mehlmischung abwechselnd mit dem Eischnee zur Butter-Eigelb-Masse. Rührt immer wieder alles mit einem Backlöffel (die mit dem Loch) gut unter. Seid dabei nicht zu zaghaft, sonst verbindet sich der Teig nicht mit dem Eischnee, seid aber auch nicht zu schnell und rührt nicht zu kräftig, sonst geht die luftige Konsistenz kaputt. Habt ihr sowohl die Mehlmischung als auch das Ei unter gehoben, teilt ihr den Teig in zwei Hälften.

Marmorkuchen mit Kokosblütenzucker und Amarula

Heizt den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor. Unter die erste Hälfte rührt ihr zehn Löffel Amarula und zwei zusätzliche Löffel Mehl. Unter die zweite Hälfte gebt ihr den Kakao. Fettet eure Gugelhupf-Form ein und gebt den Teit entweder abwechseln hinein oder erst die eine Hälfte, dann die andere. In jedem Fall empfehle ich mit der Gabel den Teig durchzuswirlen. Dann backt den Kuchen für 50 bis 60 Minuten, macht zwischendurch den weltberühmten Stäbchentest, so erkennt ihr auf alle Fälle, wenn der Kuchen durchgebacken ist.

marmorkuchen_7

Backt ihr für Kinder, könnt ihr den Alkohol natürlich weglassen. Schmeckt euch Amarula nicht, passt auch Bailey oder ein andere Creme-Likör. Der Klassiker Rum passt natürlich auch. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Marmorkuchen mit Amarula und Kokosblütenzucker

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

Omas Rezept Birnen und Klump

Aus Omas Küche: Birnensuppe

Egentlich ist der Name des heutigen Rezepts nicht „Birnensuppe“, sondern „Birnen und Klump“. So heißt es zumindest bei mir zuhause. Den Titel fand ich allerdings nur wenig „sexy“ und entschied mich daher für den langweiligeren Titel. Der trifft es ja auch.

Das Problem ist aber nicht nur der Name, sondern auch, dass dieses Gericht ein „Koche nach Gefühl“-Rezept ist. Ich habe dennoch mal versucht es alles aufzuschreiben, kann euch aber nur den Tipp geben: Verlasst euch auf eure Nase und eure Geschmacksnerven. Probiert ein bisschen aus. Es kann nichts schief gehen. Gleichzeitig nehm ich mit dieser leckeren Suppe, die im Winter heiß und im Sommer gut gekühlt schmeckt, an Gabis (kochfokus.de) Blogparade „Meine Lieblingssuppe“ teil. Es ist für mich der perfekte Anlass, Omas Birnen und Klump, die ich ja so liebe, zu posten. Ansonsten gibt es nur noch Mamas Kartoffeleintopf oder ihre Soljanka, die da rankommen. Aber diese Rezepte darf ich mit Sicherheit noch lange nicht verraten.😉 Dann hört es bei mir schon auf mit Suppen, mal hier und da eine, ja das passt, aber ein Suppenkasper bin ich nicht. Umso mehr freu ich mich, euch diese ungewöhnliche Birnensuppe vorstellen zu können, die wirklich altmodisch ist. Ich bin gespannt, ob sich jemand rantraut🙂

kochfokus.de Blogevent "Meine Lieblingssuppe"

Ihr benötigt für einen mittelgroßen Topf (und nun wird es schwierig😉 )

  • 4 Birnen
  • ca. 600 ml Milch
  • 5 EL Zucker
  • 2 Eier
  • 230 g Mehl
  • etwas Salz

Los gehts

Als erstes widmet euch den Birnen, schält sie, entfernt das Kerngehäuse, viertelt sie und dann schneidet sie in nicht zu kleine Stücken. Gebt sie zusammen mit circa 200 Mililiter Wasser in einen großen Topf und kocht die Birnen weich.

birnen_und_klump_1

Während die Birnen kochen, bereitet die Mehlklöße (aka Klump) vor. Und hier ist es für mich so schwierig, denn wenn ich die Klöße, die ja keine wirklichen Klößse sind😉, mache, geht es ungefähr so: Ach noch ein bisschen Mehl, noch ein bisschen Milch … ach hier noch ein bisschen und da noch ein bisschen. Jetzt passt’s. Aber ok. Also: Die Konsistenz sollte ungefähr so wie die von Knöpfleleteig sein. Falls euch das hilft.😉 Verrührt mit einer Gabel als erstes die Eier und gebt dann ungefähr 200 Milliliter der Milch dazu. Verrührt alles gut und gebt dann das Mehl, eine Prise Salz und 1,5 Esslöffel des Zuckers dazu. Der Teig sollte nun zähflüssig sein. Wenn nicht, gebt noch ein bisschen Milch bzw. Mehl dazu. Setzt einen zweiten Topf mit Wasser auf und gebt, sobald das Wasser kocht, mithilfe von zwei Teelöffeln den Teig portionsweise hinein. Dafür nehmt ihr mit dem einen Löffel den Teig und entfernt ihn mit dem zweiten über dem Wasser wieder vom ersten. So entsteht der Klump, es sind eben sehr unförmige Mehlklöße. Je nachdem wieviele von den Mehlklößen in euren Topf passen, müsst ihr es mehrfach wiederholen. Schwimmt „der Klump“ oben, nehmt ihn mit einer Schaumkelle raus und gebt ihn zu den Birnen. Bei diesen könnt ihr nun die Hitze runterdrehen, sodass sie nur noch leicht köcheln. Wiederholt das bis euer Teig aufgebraucht ist.

birnen_und_klump_5

Jetzt stellt ihr auch die Platte unter euren Birnen ab und wartet bis die Suppe nicht mehr kocht. Dann könnt ihr die restlichen circa 350 bis 400 Milliliter MIlch hinzugeben. Dabei ist es wirklich ganz wichtig, dass nichts mehr kocht, sonst gerinnt die Suppe. Gebt die Milch in kleinen Schlucken hinzu, so könnt ihr am besten bestimmen, wann für euch genug Milch drin ist. Danach schmeckt ihr nur nich mit ein bis drei Esslöffeln Zucker ab.

birnen_und_klump_2

Das war es auch schon. Wie bereits am Anfang erwähnt, die Suppe schmeckt warm und kalt, aber Achtung, achtet darauf, dass sie auch beim Erhitzen nicht wieder kocht.

birnen_und_klump_6

Guten Appetit

Eure Haferhexe

Merken

Merken

Käseknöpfle

Süden trifft Norden: Käseknöpfle

Seit zwei Wochen habe ich nicht gebacken. Das liegt nicht daran, dass ich keine Inspiration habe – im Moment fehlt mir der Backelan. Das macht aber eigentlich gar nichts. Denn mein kleiner feiner Foodblog ist in letzter Zeit ja eher zu einem Backblog geworden. Da arbeite ich nun ein bisschen gegen😉

Auch wenn ich mittlerweile im Rheinland lebe, so bin ich Norddeutsche. Ich mag auch die norddeutsche Küche, aber dann gibt es doch ein paar Klassiker aus dem Süden, die sind einfach sooo gut und so super lecker, dass ich sie lange schon zu meinen Kochgewohnheiten gemacht habe: Knöpfle beispielsweise. Schon im Studium habe ich mir dafür eine Reibe bzw, einen Hobel gekauft, mit der das einfach prima funktioniert. Zum Spätzeschaben fehlen mir wahrscheinlich die Gene.

Kaäseknoepfle_1

Nun kochen meine süddeutschen Leser wahrscheinlich mit ihrem absolut geheimen Geheim-Familienrezept, aber für alle anderen habe ich hier einen Vorschlag für Käseknöpfle, die absolutes Soulfood und nicht nur an grauen Herbsttagen lecker sind.

Ihr benötigt

  • 400 g Mehl
  • 4 Eier
  • 1,5 TL Salz
  • 130 bis 150 ml Sprudelwasser (je nachdem wie dünn ihr euren Teig mögt)
  • 200 g Appenzeller (mild)
  • 200 g Emmentaler
  • 120 ml Weißwein
  • 1-2 Spritzer Zitrone
  • Röstzwiebeln

Los geht’s

Als erstes bereitet ihr den Teig zu. Dafür gebt gebt ihr das Mehl in eine Schüssel und dann die Eier, das Salz und das Wasser hinzu. Wenn ihr den Teig etwas fester mögt, nehmt weniger Wasser. Wenn er flüssiger werden soll, dementsprechend mehr Wasser. Allerdings sollte der Teig nicht von allein durch die Löcher der Reibe rutschen. Vermischt die Zutaten gut und schlagt den Teig solange bis er Blasen wirft.

In einem großen Topf setzt ihr Wasser auf und salzt es. Kocht es, befestigt ihr die Knöpfle-Hobel auf dem Topf, füllt einen Teil des Teiges ein und verstreicht ihn vor und zurück bis der gesamte Teig im Wasser ist. Stellt euch eine Schüssel mit kaltem Wasser daneben. Schwimmen die Knöpfle oben, entnehmt ihr sie mit einer Schaumkelle und gebt sie in das kalte Wasser. Sind sie abgekühlt, nehmt sie auch daraus und gebt sie in eine weitere Schüssel. Diesen Vorgang wiederholt ihr bis der Teig aufgebraucht ist.

kaesespaetzle_4

Sind eure Spätzle Knöpfle fertig, reibt ihr die beiden Käsesorten. Gebt den Wein und ein bis zwei Spritzer Zitrone in einen großen Topf. Kocht der Wein, gebt den geriebenen Käse dazu. Unter ständigem Rühren lasst ihr den Käse schmelzen. Das dauert ein wenig. Wird aus dem Wein und dem Käse eine homogene, sämige Masse, ist es fast geschafft. Jetzt gebt ihr nur noch die Knöpfle dazu und verrührt alles ordentlich. Lasst die Knöpfle noch zwei bis drei Minuten auf der Platte, damit sie wieder warm werden.

Käseknöpfle mit Röstzwiebeln

Beim Anrichten könnt ihr sie dann noch mit Röstzwiebeln bestreuen oder ihr bratet selbst Zwiebeln an. Darauf habe ich verzichtet, da der Ehemann die Röstzwiebeln den gebratenen vorzieht.

Dazu ein schönes Glas Weißwein😉

Käseknöpfle mit Appenzeller und Emmentaler

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe