Unsere Kuba-Reise: Teil 5, Santiago de Cuba

Lange habe ich überlegt, ob ich mit Teil fünf den Bericht unserer Kuba-Reise ende. Dann habe ich mich aus mehreren Gründen dagegen entschieden: 1. Nach Santiago de Cuba kam ja noch ein weitere Station, 2. Santiago de Cuba verdient definitiv einen eigenen Artikel und 3. ich habe noch viel zu viele Fotos. Hinzukommt, dass ich euch noch von unserer Expedition zu meiner Familie berichten und vielleicht auch ein Fazit schreiben wollte. Da bietet es sich einfach an, einen sechsten Teil in zwei Wochen zu veröffentlichen.

Wir machten uns also morgens von Camagüey auf nach Santiago. Der bewachte Parkplatz lag ja etwas ab von unserer Casa und wir mussten einfach alles mitschleppen. Denn im Auto konnten wir nichts lassen. Nach dem frühmorgendlichen „Marsch“ mit Gepäck knallte mir gleich noch die Kofferraum unseres chinesischen Mietwagens auf den Kopf und dann ging es los.

Das tollste Hotel unserer Reise

Ja, die einen schwärmen von Casas und die anderen von Ressorts. Für uns war genau der Mittelweg das Beste. Wir würden auch immer eine Casa dem „komischen“ Ressort, in dem wir am Ende waren, vorziehen, das Melia Hotel in Santiago war aber einfach super. Es lag mittendrin, man hatte also nicht komplett das Gefühl in einer Parallelwelt zu wohnen (wie im Ressort – aber ich spoiler zu viel), aber wir genossen trotzdem den Luxus eines (kubanischen) 5-Sterne-Hotels. Wir hatten unsere Unterlagen nicht genau gelesen und so waren wir vor der eigentlichen Check-In-Zeit da. Kein Problem. Wir ließen uns einfach einen Begrüßungscocktail schmecken und dann konnten wir sogar vor der Zeit schon aufs Zimmer. Wirklich toller Service. Das Zimmer war im zehnten Stock – somit war auch die Aussicht grandios.

Santiago de Cuba Melia
Blick aus dem 10. Stock

Auf zu den kubanischen Helden

Nachdem wir so richtig angekommen waren, machten wir uns auch schon wieder auf den Weg. Wir nahmen ein Taxi zum Friedhof Santa Ifigenia und sahen uns den Wachwechsel an den  Gräbern von José Martí und Fidel Castro an. Zwei Männer, die in Kuba einfach allgegenwärtig sind. Ein Besuch ihrer Gräber stand für uns von Anfang an auf dem Plan. Auf dem großen Friedhof, dessen Gräber fast alle weiß sind, liegt auch ein Teil der Bacardi-Familie begraben und andere kubanische Bekannte. Wir lauschten dann bei der Führung einer amerikanischen Touristengruppe und erfuhren, dass der aktuelle Präsident Raúl Castro in der Sierra Maestra beerdigt wird, wenn es irgendwann mal soweit ist – nicht auf dem Friedhof.

Grab von Fidel Castro
Bacardi Familie
José Martí – kubanischer Nationalheld
Das Fotografieren des Friedhofseingang brachte mir ein böses „No“ eines kubanischen Soldaten ein.

Der Taxifahrer wartete auf uns und fuhr uns danach in die Innenstadt von Santiago. Das Restaurant, in das wir wollten, gab es leider nicht mehr. Das haben wir tatsächlich mithilfe unserer rudimentären Sprachkenntnisse rausbekommen. Wir waren in einem anderen Restaurant, in dem wir die einzigen Gäste waren. Das Essen war in Ordnung – es machte satt. Den Abend beendeten wir auf der Terasse des Hotes – mit einem Cocktail im 15. Stock. Von der Straße hörten wir den Salsa.

Fahrt durch die kubanische Geschichte

Einer der Vorteile des Hotels war ein Touristenbüro, das bis spät abends auf hatte und sich um alle Angelegenheiten kümmerte – der absolut zuvorkommene Angestellte sprach sogar Deutsch (das er von einem Österreicher lernte) und buchte uns so für den nächsten Tag eine Tour durch die Stadt. Ich war mal wieder froh, einfach einen Tag das Auto stehen lassen zu können. Pünktlich um neun ging es los. Erst fuhren wir zu einer Anhöhe, auf der die entscheidende Schlacht im Spanisch-Kubanisch-Amerikanischen Krieg standfand. Über die Kanonen und den Epos dort kann man sicher geteilter Meinung sein, über den Ausblick allerdings nicht.

Es war überhaupt der Tag der Ausblicke. Weiter ging es zu El Cobre – einer Wahlfahrtskirche. Dort soll Fischern die kubanische Schutzheilige erschienen sein, heute steht dort hoch oben eine Kirche. Nicht nur verschiedene Päpste waren schon da, Hemigway hat der Schutzheiligen hier seine Friedensnobelpreismedaille überlassen. Wir nahmen an einem schauten uns einen Gottesdienst an und genossen noch etwas den Ausblick auf die Berge und dann ging es auch schon wieder weiter. Unser nächstes Ziel war El Morro, eine Festung vor den Toren Santiagos. Die genau Geschichte habe ich mittlerweile leider vergessen, aber es ging um Piraten und alles andere könnt ihr hier noch einmal nachlesen. Wir waren so ko nach dem Besuch – ich sags euch. Es war ein wahnsinnig heißer Tag in einer Stadt, die sowieso schon als eine der heißesten Kubas gilt.

Anfahrt auf El Cobre
El Cobre
Ausblick von El Cobre
El Morro
Ausblick von El Morro

Nichtsdestotrotz machten wir nochmal einen kleinen Abstecher in die City. So viele Museen empfahl uns unser Taxifahrer und Guide, wir entschieden uns für das ältestes Haus Kubas. Eine wirklich nette, junge Kubanerin führte uns durch das Haus und überzeugte mit einem sehr guten Englisch und einem großen Wissesnschatz. Nun war unser Guide erst richtig in Fahrt – das nächste Museum stand auf dem Plan. Doch wir mussten ihn enttäuschen – unser nächstes Ziel hieß Pool. Dort verbrachten wir den Nachmittag mit Sandwich und Pommes. Dann ließen wir den Abend wieder mit Cocktails und einer Salsastunde im 15. Stock ausklingen.

Kubas ältestes Haus
Blick aus dem ältesten Haus – auf den Balkon, von dem Castro seine Rede nach dem Sieg der Revolution hielt.
Blick aus dem ältesten Haus – andere Richtung 😉

Am nächsten Morgen ging es zur letzten Station unserer Reise – mit Zwischenstopp bei der Familie.

Hasta luego!

Eure

Haferhexe

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Ein Kommentar zu „Unsere Kuba-Reise: Teil 5, Santiago de Cuba

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