Aus Omas Küche: Birnensuppe

Egentlich ist der Name des heutigen Rezepts nicht „Birnensuppe“, sondern „Birnen und Klump“. So heißt es zumindest bei mir zuhause. Den Titel fand ich allerdings nur wenig „sexy“ und entschied mich daher für den langweiligeren Titel. Der trifft es ja auch.

Das Problem ist aber nicht nur der Name, sondern auch, dass dieses Gericht ein „Koche nach Gefühl“-Rezept ist. Ich habe dennoch mal versucht es alles aufzuschreiben, kann euch aber nur den Tipp geben: Verlasst euch auf eure Nase und eure Geschmacksnerven. Probiert ein bisschen aus. Es kann nichts schief gehen. Gleichzeitig nehm ich mit dieser leckeren Suppe, die im Winter heiß und im Sommer gut gekühlt schmeckt, an Gabis (kochfokus.de) Blogparade „Meine Lieblingssuppe“ teil. Es ist für mich der perfekte Anlass, Omas Birnen und Klump, die ich ja so liebe, zu posten. Ansonsten gibt es nur noch Mamas Kartoffeleintopf oder ihre Soljanka, die da rankommen. Aber diese Rezepte darf ich mit Sicherheit noch lange nicht verraten. 😉 Dann hört es bei mir schon auf mit Suppen, mal hier und da eine, ja das passt, aber ein Suppenkasper bin ich nicht. Umso mehr freu ich mich, euch diese ungewöhnliche Birnensuppe vorstellen zu können, die wirklich altmodisch ist. Ich bin gespannt, ob sich jemand rantraut 🙂

kochfokus.de Blogevent "Meine Lieblingssuppe"

Ihr benötigt für einen mittelgroßen Topf (und nun wird es schwierig 😉 )

  • 4 Birnen
  • ca. 600 ml Milch
  • 5 EL Zucker
  • 2 Eier
  • 230 g Mehl
  • etwas Salz

Los gehts

Als erstes widmet euch den Birnen, schält sie, entfernt das Kerngehäuse, viertelt sie und dann schneidet sie in nicht zu kleine Stücken. Gebt sie zusammen mit circa 200 Mililiter Wasser in einen großen Topf und kocht die Birnen weich.

birnen_und_klump_1

Während die Birnen kochen, bereitet die Mehlklöße (aka Klump) vor. Und hier ist es für mich so schwierig, denn wenn ich die Klöße, die ja keine wirklichen Klößse sind ;), mache, geht es ungefähr so: Ach noch ein bisschen Mehl, noch ein bisschen Milch … ach hier noch ein bisschen und da noch ein bisschen. Jetzt passt’s. Aber ok. Also: Die Konsistenz sollte ungefähr so wie die von Knöpfleleteig sein. Falls euch das hilft. 😉 Verrührt mit einer Gabel als erstes die Eier und gebt dann ungefähr 200 Milliliter der Milch dazu. Verrührt alles gut und gebt dann das Mehl, eine Prise Salz und 1,5 Esslöffel des Zuckers dazu. Der Teig sollte nun zähflüssig sein. Wenn nicht, gebt noch ein bisschen Milch bzw. Mehl dazu. Setzt einen zweiten Topf mit Wasser auf und gebt, sobald das Wasser kocht, mithilfe von zwei Teelöffeln den Teig portionsweise hinein. Dafür nehmt ihr mit dem einen Löffel den Teig und entfernt ihn mit dem zweiten über dem Wasser wieder vom ersten. So entsteht der Klump, es sind eben sehr unförmige Mehlklöße. Je nachdem wieviele von den Mehlklößen in euren Topf passen, müsst ihr es mehrfach wiederholen. Schwimmt „der Klump“ oben, nehmt ihn mit einer Schaumkelle raus und gebt ihn zu den Birnen. Bei diesen könnt ihr nun die Hitze runterdrehen, sodass sie nur noch leicht köcheln. Wiederholt das bis euer Teig aufgebraucht ist.

birnen_und_klump_5

Jetzt stellt ihr auch die Platte unter euren Birnen ab und wartet bis die Suppe nicht mehr kocht. Dann könnt ihr die restlichen circa 350 bis 400 Milliliter MIlch hinzugeben. Dabei ist es wirklich ganz wichtig, dass nichts mehr kocht, sonst gerinnt die Suppe. Gebt die Milch in kleinen Schlucken hinzu, so könnt ihr am besten bestimmen, wann für euch genug Milch drin ist. Danach schmeckt ihr nur nich mit ein bis drei Esslöffeln Zucker ab.

birnen_und_klump_2

Das war es auch schon. Wie bereits am Anfang erwähnt, die Suppe schmeckt warm und kalt, aber Achtung, achtet darauf, dass sie auch beim Erhitzen nicht wieder kocht.

birnen_und_klump_6

Guten Appetit

Eure Haferhexe

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6 Kommentare zu „Aus Omas Küche: Birnensuppe

Gib deinen ab

  1. Liebe Cynthia! Manchmal sind es die außergewöhnlichen Gerichte, die uns wieder zurück in die Kindheit entführen. Ich danke Dir sehr herzlich für Deine Teilnahme bei meinem Blogevent „Meine Lieblingssuppe“. Du hast mir damit wieder so einen kostbaren Moment geschenkt. LG Gabi 😉

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  2. ich kenne dieses Rezept noch von meiner Oma (sie verstarb 1985), die es allerdings ohne Milch gekocht hat. Da wurde der Klump in das Birnenkochwasser hineingegeben. Ob im Klumpteig Milch war, weiß ich leider nicht. Ich schmecke mir das ganze dann leicht süß sauer ab. Danke für dein Rezept, ich freue mich das es jemand noch kennt.

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