Süden trifft Norden: Käseknöpfle

Seit zwei Wochen habe ich nicht gebacken. Das liegt nicht daran, dass ich keine Inspiration habe – im Moment fehlt mir der Backelan. Das macht aber eigentlich gar nichts. Denn mein kleiner feiner Foodblog ist in letzter Zeit ja eher zu einem Backblog geworden. Da arbeite ich nun ein bisschen gegen 😉

Auch wenn ich mittlerweile im Rheinland lebe, so bin ich Norddeutsche. Ich mag auch die norddeutsche Küche, aber dann gibt es doch ein paar Klassiker aus dem Süden, die sind einfach sooo gut und so super lecker, dass ich sie lange schon zu meinen Kochgewohnheiten gemacht habe: Knöpfle beispielsweise. Schon im Studium habe ich mir dafür eine Reibe bzw, einen Hobel gekauft, mit der das einfach prima funktioniert. Zum Spätzeschaben fehlen mir wahrscheinlich die Gene.

Kaäseknoepfle_1

Nun kochen meine süddeutschen Leser wahrscheinlich mit ihrem absolut geheimen Geheim-Familienrezept, aber für alle anderen habe ich hier einen Vorschlag für Käseknöpfle, die absolutes Soulfood und nicht nur an grauen Herbsttagen lecker sind.

Ihr benötigt

  • 400 g Mehl
  • 4 Eier
  • 1,5 TL Salz
  • 130 bis 150 ml Sprudelwasser (je nachdem wie dünn ihr euren Teig mögt)
  • 200 g Appenzeller (mild)
  • 200 g Emmentaler
  • 120 ml Weißwein
  • 1-2 Spritzer Zitrone
  • Röstzwiebeln

Los geht’s

Als erstes bereitet ihr den Teig zu. Dafür gebt gebt ihr das Mehl in eine Schüssel und dann die Eier, das Salz und das Wasser hinzu. Wenn ihr den Teig etwas fester mögt, nehmt weniger Wasser. Wenn er flüssiger werden soll, dementsprechend mehr Wasser. Allerdings sollte der Teig nicht von allein durch die Löcher der Reibe rutschen. Vermischt die Zutaten gut und schlagt den Teig solange bis er Blasen wirft.

In einem großen Topf setzt ihr Wasser auf und salzt es. Kocht es, befestigt ihr die Knöpfle-Hobel auf dem Topf, füllt einen Teil des Teiges ein und verstreicht ihn vor und zurück bis der gesamte Teig im Wasser ist. Stellt euch eine Schüssel mit kaltem Wasser daneben. Schwimmen die Knöpfle oben, entnehmt ihr sie mit einer Schaumkelle und gebt sie in das kalte Wasser. Sind sie abgekühlt, nehmt sie auch daraus und gebt sie in eine weitere Schüssel. Diesen Vorgang wiederholt ihr bis der Teig aufgebraucht ist.

kaesespaetzle_4

Sind eure Spätzle Knöpfle fertig, reibt ihr die beiden Käsesorten. Gebt den Wein und ein bis zwei Spritzer Zitrone in einen großen Topf. Kocht der Wein, gebt den geriebenen Käse dazu. Unter ständigem Rühren lasst ihr den Käse schmelzen. Das dauert ein wenig. Wird aus dem Wein und dem Käse eine homogene, sämige Masse, ist es fast geschafft. Jetzt gebt ihr nur noch die Knöpfle dazu und verrührt alles ordentlich. Lasst die Knöpfle noch zwei bis drei Minuten auf der Platte, damit sie wieder warm werden.

Käseknöpfle mit Röstzwiebeln

Beim Anrichten könnt ihr sie dann noch mit Röstzwiebeln bestreuen oder ihr bratet selbst Zwiebeln an. Darauf habe ich verzichtet, da der Ehemann die Röstzwiebeln den gebratenen vorzieht.

Dazu ein schönes Glas Weißwein 😉

Käseknöpfle mit Appenzeller und Emmentaler

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

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4 Kommentare zu „Süden trifft Norden: Käseknöpfle

Gib deinen ab

  1. Ich behaupte ja meiner ostwestfälischen Freundin gegenüber auch immer, dass Spätzle schaben in den Genen liegt, sie kann es nämlich einfach nicht ;-), und behilft sich mit einem Spätzlehobel. Ich finde, alles, was nicht vom Brett geschabt ist, sind „maschinelle Spätzle“ 😉
    Dein Käsespätzlerezept klingt richtig lecker, ich sollte meiner Familie wohl endlich mal wieder welche machen!

    Gefällt 1 Person

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