Von Highlandern und schottischen Eiern: „Scottish Eggs“

Nein, nein, nein… es geht ganz, ganz ehrlich um nichts unanständiges, nun … vorerst nicht. Aber fangen wir von vorne an: Scottish Eggs sind so eine Sache. Ich wollte sie schon lange mal ausprobieren und in der Tat handelt es sich hier wirklich um ein richtig einfaches Rezept. Allerdings müssen die in Fleisch versteckten Eier frittiert werden. Ich habe keine Fritteuse und stehe mit dem Frittieren daher ein wenig auf Kriegsfuß. Aber, um es vorweg zu nehmen, es hat alles ganz prima geklappt. Und sind die schottischen Eier dann einmal fertig, kann man sie natürlich super warm essen, aber auch für ein Picknick eignen sie sich hervorragen – nichts krümelt.

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In den hessischen Highlands

So ein paar Scottish Eggs hätten wir dann auch dieses Wochenende gebrauchen können, aber leider waren sie schon wieder alle aufgegessen. Samstag in der Früh, um kurz nach 6 packten, wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg nach Hessen. Für uns Nordlichter in die hessischen Highlands sozusagen, denn was uns erwartete, war ein Treffen der Facebook-Gruppe Outlander Deutschland. Wer Haferschleim und Hexenbein kennt, hat auch schon etwas von meiner Leidenschaft für die Outlander-Bücher mitbekommen, z. B. hier. Nach drei Stunden Fahrt kamen wir im beschaulichen Buchenau (die hessischen Highlands inspirieren mich zu mehr Alliterationen) an und warfen uns in Schale. Los ging’s.

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Wir waren 6 Mädels plus viele fleißige Helfer, die dieses Treffen von der Idee bis zum finalen Tag geplant und umgesetzt haben. Am Ende traf sich eine Truppe von 70, größtenteils, Mädels – Männer waren aber auch dabei – wirklich 😉 Die Stimmung war super. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, mich einfach auf einer Klassenfahrt zu befinden, Ok, das Alter entsprach glücklichweise nicht dem üblichen Durchschnittsalter solch einer Fahrt. Aber der Rest: Viel Gekicher und Gelächter, junge 😉 Menschen, die viel zu spät früh ins Bett und ein ständiges Geschnatter. Kurzum: Großartig.

An dieser Stelle geht der Dank natürlich an alle, die uns vor Ort mit ihren tollen selbstgemachten Sachen das Geld aus der Tasche zogen, mit selbstgeschriebenen Büchern zum Träumen brachten oder die selbstgesiedeten Seifen getauscht haben. Zwei Kräuterfrauen aus der Gegend erklärten die Wirkungsweise heimischer Kräuter und verkauften Ihre Tränke und Tees. Auch eine Gälischstunde durfte nicht fehlen, dafür kam natürlich nur Adhamh O’Broin in Frage, der Gälischlehrer der Outlander-Schauspieler. Barbara Schnell, die Übersetzerin der Bücher, unterschrieb mit Engels-Geduld auch noch das letzte Buch, sodass am Ende jeder (hoffentlich) glücklich und mit vielen Eindrücken nach Hause gehen konnte – und ein Wochenende verbracht hat, in dem der Alltag ganz weit vor den Schlosstüren zurückgelassen wurde.

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Es war das erste Treffen seiner Art und so viel kann ich verraten, wir geben unser bestes, ein zweites auf die Beine zu stellen. Wer möchte denn wohl schon die Gesichter verpassen, wenn wir uns wieder eine Überraschung ausdenken? Ok, die 30-Mann starken Pipes and Drums sind wirklich schwer zu toppen, aber es ist ja noch ein Jahr Zeit. Und die lustigen Gespräche, die sich nach einem Whiskytasting, ergeben? Vor allem aber, die geteilte Leidenschaft für eine Buchreihe. Wer möchte es missen, sich ungehemmt darüber austauschen zu können? Niemand! Daher werden wir unser Bestes geben – und dann bring ich vielleicht auch ein paar Scottish Eggs mit.

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Rezept: Scottish Eggs

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Ihr benötigt

  • 6 Eier
  • 500 g Gehacktes
  • 2,5 Tassen Paniermehl
  • 2 Liter Frittieröl
  • 2 TL Senf
  • Salz, Pfeffer, Knoblauch

Los geht’s

Kocht als allererstes einmal vier Eier – ich hatte 7-Minuten-Eier. Gern hätte ich sie kürzer gekocht, aber dann kann sich das EInwickeln in Hackfleisch schwierig gestalten. Lasst die Eier abkühlen und würzt in der Zwischenzeit euer Hack mit dem Senf, Salz, Pfeffer, Knoblauch und Gewürzen und Kräutern, die ihr sonst so mögt, Kerbel zum Beispiel. Gebt ein rohes Ei und eine halbe Tasse Paniermehl dazu. Knetet das Hackfleisch gut durch. Jetzt teilt ihr es in vier gleichgroße Mengen, bei 500 Gramm sind das 125 Gamm pro „Stück“. Pellt die Eier. Nehmt den ersten Teil des Hackfleisches und drückt ihn in eurer Hand flach, legt das Ei hinein und umschließt es mit dem Hack. Achtung: Es sollte wirklich lückenlos verschlossen sein.

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Schlagt das noch vorhandene rohe Ei auf einem Teller auf und auf einen zweiten Teller gebt ihr das Paniermehl. Nun wendet ihr das Hackfleisch-Ei erst in dem rohen Ei und dann im Paniermehl und legt es beiseite. Diesen Vorgang – Ei in Hack, Hackfleisch-Ei in rohem Ei, Hackfleisch-Ei in Paniermehl – wiederholt ihr dreimal.

Gebt die zwei Liter Öl in einen großen Topf und erhitzt es. Ihr seht, dass das Öl die richtige Temperatur hat, wenn ihr den Stiel eines Holzlöffels hinein haltet und am Stiel Bläschen hochsteigen. Wenn ihr in einem Topf frittiert, seid bitte vorsichtig. Ist das Öl heiß, gebt ihr die Eier hinein. Nun müssen sie drinbleiben, bis sie goldbraun sind. Das dauerte circa 20 bis 25 Minuten. Tipp: Damit das Öl nicht zu heiß wird, hab ich zwischendurch immer wieder Hitze vom Topf genommen.

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Sind die Scottish Eggs goldbraun, nehmt sie aus dem Fett und legt sie auf ein Stück Küchenpapier. Bevor ihr sie esst, lasst sie ein wenig abkühlen. Wie erwähnt, sie schmecken auch kalt ganz wunderbar.

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Guten Appetit

Eure

Haferhexe

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