Typisch norddeutsch: Franzbrötchen

Vor etwas mehr als zwei Monaten sind der Hexenmann und ich nach NRW gezogen. Eigentlich fühlen wir uns hier auch ganz wohl, nur ab und an kommt ein wenig Norddeutschland-Weh auf, zum Beispiel beim Bäcker. Beim Bäcker?, werdet ihr fragen. Ja, denn in Hamburg und Lübeck gibt es Franzbrötchen. Die gibt es hier nicht. Franzbrötchen sind ein Plundergebäck mit viiieeeel Zimt. Früh am Morgen oder für den süßen Genuss zwischendurch – espasst immer. Nun stand ich hier beim Bäcker und hatte schon fast den Satz gesagt: „Ein Franz bitte.“ Da fiel es mir wieder auf, es gibt sie hier nicht. Was tut Frau nun? Schicken lassen … eine Möglichkeit, aber nach 2 Tagen schmecken die Brötchen nicht mehr. Es bliebt also nur selber backen und ich sag euch, es hat sich gelohnt. Sie waren mega knusprig und fluffig und zimtig – alles in einem. Probiert mein Rezept aus und helft den Franzbrötchen bei der Welteroberung.

Ihr benötigt

500g Weizenmehl Typ 550

50 g Butter

40 g Zucker

1 Würfel frische Hefe

8 g Salz

2 Eier

160 ml kaltes Wasser

125 g Stück Butter

Für die Füllung

150 g Butter

200 g Zucker

3 TL Zimt

Los geht’s

Als erstes nehmt ihr das Stück (125 Gramm) Butter und rollt es zu einer dünnen Platte aus. Dabei hilft es, wenn ihr gerade am Anfang ein wenig drauf haut. Habt ihr das Stück auf ein Maß von 20 x 20 Zentimeter ausgerollt, wickelt es in Frischhaltefolie und legt es in den Kühlschrank.

Nun gebt ihr das Mehl in eine große Schüssel , bröselt die Hefe hinein und fügt den Zucker sowie drei Esslöffel warmes Wasser dazu. Verrührt es grob mit einer Gabel und lasst die Hefe zehn bis fünfzehn Minuten gehen. Dann gebt ihr das Salz, die Eier sowie das kalte Wasser dazu und knetet alles zu einem glatten Teig. Diesen lasst ihr zwanzig Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen.

Nachdem der Teig sich sichtbar vergrößert hat, rollt ihr ihn auf eine Größe von circa 25 x 40 Zentimetern aus. Legt eure Butterplatte hinein, schlagt den Teig um und verschließt alle Öffnungen gut.

Franzbroetchen_roh

Rollt den Teig erneut aus – etwas auf seine ursprüngliche Größe und faltet ihn dann von beiden Seiten. Legt ihn so für 15 Minuten in den Kühlschrank zum Ruhen.

Plunderteig

Dann rollt ihr ihn erneut aus, faltet ihn wieder und legt ihn in den Kühlschrank. Nach 15 Minuten nocheinmal das gleiche Spiel: ausrollen, falten, Kühlschrank. Nun habt ihr ihne dreimal gefaltet (plus einmal mit Butter) Dann habt ihr es geschafft. Holt den Teig aus dem Kühlschrank und rollt ihn aus. Dabei kann der Teig ruhig 30 x 50 Zentimeter groß werden, wenn es aber wieder nur 25 x 40 sind, macht das auch nichts.

Beschmiert den Teig mit der weichen Butter (150g) und bestreut ihn dann mit der Mischung aus 200 Gramm Zucker und drei Teelöffeln Zimt. Rollt den Teig von der Länge her auf, grad so als ob ihr ZImtschnecken machen wollt und schneidet dann auch Stücke von circa drei bis vier Zentimetern ab. Mit einem Küchenlöffel drückt ihr sie der Länge nach platt. Damit sie so aussehen:

Franzbrötchen 1

Jetzt müsstet ihr schon die einzelnen Schichten erkennen können.

FRanzbrötchen2

Bestreicht die Franzbrötchen mit etwas flüssiger Butter und packt sie bei 230 Grad (Ober-/Unterhitze) für zwölf Minuten in den Backofen.

Franzbrötchen3

Ein herrlicher Zimtduft wird eure Wohnung einnehmen. Wenn ihr dann in das warme Zimtbrötchen beißt, werdet ihr die Sehnsucht verstehen 😉

Franzbrötchen6

Alles in allem benötigt ihr mit allem ausrollen, falten, warten, gehen lassen etc. pp. gut und gerne drei Stunden, vielleicht etwas mehr, aber hey, es lohnt sich 🙂 Lasst es euch schmecken!

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

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3 Kommentare zu „Typisch norddeutsch: Franzbrötchen

Gib deinen ab

  1. Ich liebe Franzbrötchen! Zum Glück wohne ich nicht ganz so weit von der Quelle entfernt, hier gibt es sie noch bei ein paar Bäckern und immer, wenn ich nach Bremen fahre, brauche ich unbedingt ein Exemplar!
    Viele Grüße, Becky

    Gefällt 1 Person

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