Kulinarische Kindheitserinnerung: Buttermilchkartoffeln

Dieses Rezept wollte ich nie auf meinem Blog posten, ist es doch viel zu einfach und unspektakulär. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass es wahrlich nicht jederman(n)s und -fraus Geschmack trifft. Nun hat aber die liebe Tina von Lecker & Co dazu aufgerufen, kulinarische Kindheitserinnerungen zu posten und die Buttermilchkartoffeln sind einfach DAS Rezept meiner Kindheit.

Sie gab es nicht nur Zuhause oder in der Schulkantine, sondern zum Beispiel auch, wenn ich bei der besten Freundin zu Besuch war und nach einem anstrengenden Spiele-Vormittag zum Mittag gerufen wurde. In dem Teil Mecklenburgs, in dem ich aufgewachsen bin, war es ein beliebtes Mittagsessen. Schlägt man „Mecklenburgische Küche“ bei wikipedia nach, so kann man dort nachlesen, dass sowohl Kartoffeln als auch die Geschmacksrichtung „süß-sauer“ eine große Rolle spielen. Beides vereinen die Buttermilchkartoffeln. Die Konsistenz ist ungefähr mit der von Kartoffelsuppe zu vergleichen, vielleicht ein wenig dicker. Bei uns gab es immer eine fingerdicke Scheibe Salami für jeden dazu, bei der besten Freundin waren es gar Eierkuchen – ich mag es heute ohne alles. Sind sie doch mit dem Speck schon deftig genug.

Liebe Tina, ich freue mich, dass du mir mit deinem Event einen Vorwand dafür bietet, mein Lieblings-Kindheitserinnungs-Rezept zu posten.

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Ihr benötigt

1 kg Kartoffeln (ungeschält)

800 – 1000 ml Buttermilch

1 TL Zucker

ca. 50 g geräucherter (Rücken-) Speck

Los geht’s

Schält die Kartoffeln und kocht sie weich. Kurz bevor die Kartoffeln gar sind, schneidet den Speck in kleine Würfel und lasst ihn in einer heißen Pfanne aus. Achtung! Das ist sehr geruchsintensiv und der Speck wird sehr schnell zu dunkel. Stellt die Pfanne mit dem Speck kurz beiseite. Stampft die Kartoffeln und gebt nach und nach die Buttermilch dazu. Wenn ihr einen Kartoffelbrei habt, legt den Stampfer beiseite und rührt mit einem Löffel solange weiter Buttermilch unter bis ihr die gewünschte flüssige Konsistenz habt. Ich habe ungefähr 900 Milliliter Buttermilch gebraucht. Gebt den Zucker hinzu, wenn ihr es süßer mögt auch zwei. Rührt zudem noch zwei bis drei Esslöffel des Speckfetts unter und gebt zum Schluss die knusprigen Speckwürfel dazu. Das war es schon!

Ihr könnt die Buttermilchkartoffeln jetzt noch einmal erhitzen, aber Vorsicht: Lasst sie nich kochen, sonst gerinnen sie. Das ist natürlich für den Geschmack nicht so schlimm, aber für das Auge.

Buttermilchkartoffeln
Ein Topf voller Kindheitserinnerung.

Guten Appetit!

Eure

Haferhexe

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6 Kommentare zu „Kulinarische Kindheitserinnerung: Buttermilchkartoffeln

Gib deinen ab

  1. Liebe Cynthia,

    da sieht man mal wieder: es gibt gar nichts was zu simpel und unpsektakulär wäre, so dass es keinen Platz auf dem Blog verdient hat. Dieses Rezept ist wirklich super einfach und gerade deshalb bestimmt 3 – mal so lecker.

    Ich freu mich, dass du deine Kindheitserinnerung mit uns teilst! 🙂

    Liebe Grüße, Tina

    Gefällt 1 Person

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